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Das Schulwesen mitgestalten

Gegründet zur Corona-Krise hat die Stadtschulpflegschaft sich versammelt und einige interessante Themen besprochen.

„Wir sprechen mit einer Stimme“ betonen die Mitglieder der Stadtschulpflegschaft Ibbenbüren in ihrem neuen Flyer. Durch die Zusammenarbeit der Schulpflegschaften aller Grund- und weiterführenden Schulen sollen die Interessen der Eltern und ihrer schulpflichtigen Kinder gebündelt werden. „Anlass für die Gründung vor zwei Jahren war die Corona-Krise“, erklärte der Vorstandsvorsitzende André Dieckmann am Montagabend bei der Versammlung im großen Ratssaal. Die Pandemie habe Schüler, Lehrer und Eltern mit dem Wechsel von Home-Schooling und Präsenzunterricht vor große Herausforderungen gestellt. Schnell tauchten Versäumnisse auf, die seit Jahren bekannt waren, aber nicht beseitigt wurden: fehlende digitale Infrastruktur, überforderte Lehrer, keine Endgeräte bei Schülern. Mit Blick auf die Zukunft erfolgte daher die Gründung der Stadtschulpflegschaft, die bei der Gestaltung des Schulwesens ein gewichtiges Wort mitreden will.





Im Rückblick berichtete Dieckmann über die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt und den Ratsfraktionen. Dem Verein werden Räumlichkeiten für Versammlungen und ein Budget von 300 Euro für laufende Ausgaben zur Verfügung gestellt. Begonnene Besuche an Schulen sollen fortgesetzt werden. Zudem hat sich der Vorstand mit der Frage beschäftigt, wie die Arbeit des Gremiums bekannter gemacht werden kann, um noch mehr Eltern zur Mitwirkung zu bewegen. Dieckmann verwies dazu auf die Internetseite www.stadtschulpflegschaft-ibb.de. Ganz aktuell wurden Flyer gedruckt, die kurz und knapp die Aufgaben erläutern.

„Wir begleiten die Schulpolitik der Stadt und des Landes NRW.“
André Dieckmann

Jürgen Mohr stellte den Kassenbericht vor. Das von der Stadt zur Verfügung gestellte Budget wurde nicht voll ausgeschöpft. Kassenprüferin Daniela Kiesow hatte keine Beanstandungen, daher erfolgte die Entlastung von Kassenwart und Vorstand einstimmig. Als Wahlleiterin sammelte Gabriele Wulff zunächst Vorschläge. Da André Dieckmann in die Politik wechselt, trat er nicht mehr als Kandidat für das Amt des Vorsitzenden an. Sven Mutert (Erna-de-Vries- Gesamtschule) übernahm die Verantwortung für die Vereinsführung. Erster Stellvertreter und Kassenwart ist Heinz Roters (Mauritiusschule), zweite Stellvertreterin Nicole Hergemöller (Kepler-Gymnasium und Roncallischule). Als Beisitzer fungieren Uta Vogelwiesche (Goethe-Gymnasium) und André Dieckmann (Johannes-Bosco-Schule), neue Kassenprüferin ist Kerstin Freye. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Dieckmann informierte über den Stand der Organisation der „3. Ibbenbürener Schulgespräche“ am 23. Februar 2023 mit dem Wissenschaftler Dr. Klaus Hurrelmann zum Thema Resilienz, die Verteilung der Flyer sowie die Delegierung von Mitgliedern in den Schulausschuss.





Zur Sprache kam zudem die chaotische Situation des Schulbusverkehrs. Viele Busse kommen entweder unpünktlich oder gar nicht und sind viel zu voll. Mitunter sind sie auch schon weg, ehe die Schüler an der Haltestelle eintreffen. Zu wenige Fahrradständer sind ebenfalls problematisch. „Das Thema verfolgt uns seit Jahren und es ändert sich nichts“, erklärte Gabriele Wulff frustriert. Nun soll noch einmal das Gespräch mit dem Bürgermeister und der RVM gesucht werden. Als „Querulanten“ sehen sich die Elternvertreter jedoch nicht.