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Eltern wollen mehr Mitsprache

Die neu gegründete Stadtschulpflegschaft möchte eine beratende Stimme im Schulausschuss haben. Die Eltern wollen mitreden, machte Vorsitzender André Dieckmann in der zweiten Sitzung des Gremiums am Dienstag deutlich.

Die neu gegründete Stadtschulpflegschaft möchte künftig auch im Schulausschuss mitreden. Das unterstrich André Dieckmann, der in der zweiten Sitzung des Gremiums am Dienstagabend als Vorsitzender wiedergewählt wurde, in seinem Rück- und Ausblick. „Wir wollen eine echte Stimme der Eltern sein und mitdiskutieren, wenn es um unsere Kinder an Schulen geht.“ Deshalb hoffe man auf eine beratende Stimme im Schulausschuss.


Vor den Sommerferien hatte sich die Stadtschulpflegschaft bestehend aus Elternvertretern aller Schulformen in Ibbenbüren gegründet. Weil das Geschäftsjahr mit dem Schuljahr endete, waren nun erneut Wahlen nötig. Gleichzeitig wurde der Vorstand per Satzungsänderung um zwei Beisitzer erweitert, weil, wie Dieckmann erläuterte, künftig mehr Aufgaben zu erwarten seien. Neben ihm wurden Bianca Brouwer und Jürgen Mohr zu stellvertretenden Vorsitzenden, Heinz Roters und Nicole Hergemöller zu Beisitzern einstimmig gewählt.


In Dieckmanns Rückblick stand die Digitalisierung der Schulen im Fokus. Corona habe das „Ausmaß der Misere“ an den Schulen deutlich gemacht, aber auch einen längst überfälligen Schub gegeben. Dieckmann schlug vor, mit Schulen, Politik und Unternehmen darüber ins Gespräch zu kommen, an Ibbenbürener Schulen ein „Pilotprojekt“ zur Digitalisierung anzuschieben. Die Anfrage von Hendrik Kaldewei, Kandidat bei der jüngsten Bundestagswahl, an das Gremium, eine von ihm geplante Vortragsreihe an den Schulen zu den Risiken der Digitalisierung zu unterstützen, lehnte die Versammlung ab.

Angehen möchte die Stadtschulpflegschaft hingegen den Vorschlag, kostenlose Schwimmkurse für Kinder anzubieten, die bislang nicht schwimmen können. Die Nachfrage sei immer noch groß, hieß es aus der Versammlung. Eigentlich seien die Grundschulen da gut aufgestellt, aber es fehlten nun die Kinder, die in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht schwimmen gelernt haben. Eine Grundschullehrerin berichtete, dass weitere Angebote vor allem an fehlenden Schwimmzeiten scheiterten. Die Zahlen der Kinder, die noch nicht schwimmen könnten, seien alarmierend. Die Versammlung war sich einig, dass es besser sei, solche Kurse in der Schulzeit anzubieten, um alle Kinder zu erreichen. Darüber wolle man mit der Stadt sprechen, kündigte André Dieckmann an.

Genauer informieren will sich die Stadtschulpflegschaft über die Luftfilteranlagen in den Klassen. Ein Anbieter soll eingeladen werden und über die Geräte berichten, ebenso ein Vertreter einer Kommune, die schon Luftfilter in den Schulen hat.

Christian Mann schlug außerdem vor, Rolli-Basketball auch für Kinder anzubieten, die nicht auf den Rollstuhl angewiesen sind, um Inklusion zu fördern. Schließlich wurde deutlich, dass vielen Eltern die Zeiten der Offenen Ganztagsschule zu starr sind. Mehr Flexibilität wurde gefordert. Die Stadtschulpflegschaft will sich zudem in den kommenden Monaten den Fraktionen vorstellen, Schülersprecher der Schulen einladen und die einzelnen Schulformen besuchen.